Raumakustik im Wohnraum verbessern: was gegen Hall wirklich hilft
14. Mai 2026
Moderne Wohnräume sind offen, hell und klar: bodentiefe Fenster, glatte Wände, ein schöner Hartboden. Optisch ein Traum – akustisch oft eine Herausforderung. Wo harte Flächen dominieren, wird der Schall hin- und zurückgeworfen. Das Ergebnis: Es hallt, Gespräche werden anstrengend, der Fernseher klingt „nach Halle”. Die gute Nachricht: Man kann viel tun, ohne den Raum zuzustellen.
Warum manche Räume hallen
Schall wird von harten, glatten Flächen reflektiert und von weichen, porösen Materialien geschluckt. Fehlt es an schluckenden Flächen, überlagern sich die Reflexionen – der Nachhall steigt. Typische „Hall-Verstärker” sind:
- große Glasflächen und kahle Wände
- harte Böden ohne Teppich
- hohe Decken und offene Grundrisse
- wenig Textil (Vorhänge, Polster, Kissen)
Die einfachen Hebel zuerst
Bevor es an spezielle Lösungen geht, helfen oft schon Dinge, die ohnehin zur Einrichtung gehören:
- Textilien: Vorhänge, ein großer Teppich, Polstermöbel und Kissen schlucken hörbar Schall.
- Regale mit Büchern wirken als natürliche Diffusoren und brechen Reflexionen.
- Möbel klug verteilen, statt alle Wände frei zu lassen.
Für viele Wohnzimmer reicht das bereits, um den Klang deutlich angenehmer zu machen.
Wenn mehr nötig ist: Akustikputz und Systeme
Reichen Teppich und Vorhänge nicht – etwa in sehr offenen Räumen, Büros oder Restaurants –, kommen gestalterische Akustiklösungen ins Spiel. Sie schlucken Schall gezielt, ohne wie ein technisches Bauteil auszusehen:
- Dekorativer Akustikputz verbindet eine schöne, matte Oberfläche mit schallschluckender Wirkung – in individuellen Farben.
- Akustiksysteme (zum Beispiel das KLIMATEC-System) werden flächig eingesetzt und verschwinden optisch in der Wand oder Decke.
Der Vorteil: Die Maßnahme fügt sich in die Gestaltung ein, statt sichtbar „nachgerüstet” zu wirken.
Erst hören, dann entscheiden
Akustik ist schwer zu beschreiben – man muss sie erleben. In unserem begehbaren Akustikraum hören Sie den Unterschied direkt und sehen, wie sich die Lösungen in einen Wohnraum einfügen. Schauen Sie in der Ausstellung vorbei – wir zeigen es Ihnen gern.